In Falkenstein und im Nationalpark Bayerischer Wald können Sie einiges erleben: von Burgen, wo Sie sich auf die Spuren der Raubritter begeben können, bis hin zu einem echten Schmucksteinbergwerk oder zu einem Freilandmuseen. Hier erleben Sie die Geschichte der Region am eigenen Leib. Das Haus Marion stellt sowohl für Besichtigungen in der näheren Umgebung, als auch für Tagesausflüge einen hervorragenden Ausgangspunkt dar:
Ein Ausflugsziel für die ganze Familie ist das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen. Sie erreichen das Museum über die B85 und die Autobahn A93 Regensburg-Weiden in einer knappen Stunde. Der Rundgang ist sowohl für Erwachsene als auch Jugendliche und Kinder interessant. Er gibt einen Überblick über die Lebensweise der Landbevölkerung der Oberpfalz bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie gewinnen einen Eindruck über die äußerst karge Lebensweise dieser Menschen, aber auch über die sehr unterschiedlichen Hauslandschaften dieser Gegend. Die Felder und Wiesen im Freilandmuseum werden mit historischen Geräten und Maschinen bewirtschaftet. Alte Haustierrassen ergänzen den Eindruck.
Mitten im gleichnamigen Waldgebiet bei Falkenstein finden sie die im Volksmund "Tannerl" genannte Wallfahrtskapelle auf einer verschwiegenen Waldlichtung. Die
Wallfahrt entstand im späten 17. Jahrhundert, als zahlreiche Gläubige zu einem an einer Tanne aufgehängten Gnadenbild pilgerten. Bald wurde eine hölzerne Kapelle errichtet, an deren Stelle seit
dem vorigen Jahrhundert die jetzige Kapelle steht. Früher befand sich bei der Kapelle eine Einsiedelei, die aber bereits Ende des 18. Jahrhunderts aufgegeben wurde.
An die Stelle der Einsiedelei trat ein Bauernhof, der im Jahre 1809 zum Schauplatz blutiger Ereignisse wurde. Plündernde französische Soldaten der Armee Napoleons wollten den einsam gelegenen Hof
ausrauben, kamen aber an den Falschen. Wenn die Überlieferung stimmt, konnte der überfallene Bauer sieben der acht plündernden Soldaten mit einer Mistgabel niederstechen. Nur ein Soldat entkam
seiner Wut. Anschließend musste der wütende Bauer aber selbst Reißaus nehmen und sich verstecken bis die französischen Einheiten abgezogen waren.
Nun steht nur noch die Kapelle draußen am Waldrand und die Ruhe wird nur noch von Wanderern und Sportlern gestört, die nun die Wanderwege des Waldgebiets zum Laufen, Wandern oder Walken nutzen.
Nicht weit entfernt von Falkenstein beim Weiler Litzelsdorf finden Sie die Burgruine Sengersberg. Nur noch wenige Mauerreste künden von der Burg, die in alter Zeit größer als die von Falkenstein war. Bereits zur Zeit des dreißigjährigen Krieges war die Burg verlassen. Jetzt künden nur noch wenige Sagen von den früheren Besitzern. Die Natur hat die Überreste der Burg zurückerobert. Seltene Pflanzen wachsen jetzt dort, wo früher stolze Herren ihren Sitz hatten. Von den Felsen, die früher den Bergfried trugen reicht der Blick zu den Nachbarburgen und ins Regental. Zur Zeit der Erbauung dieser Burgen im 11. Jahrhundert bildeten die Burgen einen Schutzgürtel nach Osten. In dieser unruhigen Zeit kam nur allzu oft der Feind aus Böhmen und die Burgen verständigten sich angeblich mit Feuerzeichen.
Im ca. 20 km entfernten Bach a.d. Donau können Sie ein Zeugnis 500 Jahre alter Bergwerksgeschichte in unserem Raum besichtigen. Im Mittelalter wurde Silber abgebaut, später Schmucksteine zuletzt Fluorid. Der Bergbaubetrieb endete erst vor wenigen Jahrzehnten. Nun als Besucherbergwerk ein Zeugnis uralter Bergwerkstradition in der Oberpfalz.
Die Führungen beginnen immer ungefähr zur vollen Stunde und dauern ca. 60 Minuten. Sie sind auch für Kinder im Kindergartenalter interessant. Achtung, es ist im Schacht auch im
Hochsommer kalt (ca. 6° Celsius), also entsprechende Kleidung mitnehmen.
Das "Keltendorf" Gabreta in der Nähe von Grafenau ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ein sehr
interessantes Ziel für einen Tagesausflug. Die Anfahrt dauert mit dem Auto ca. 1 3/4 Stunden. Man sollte allerdings unbedingt an einer Führung
teilnehmen, da man nur dann den Zugang zu der geheimnisvollen Welt der Kelten erhält.
Das Keltendorf liegt landschaftlich sehr schön, die rekonstruierten Häuser zeigen die verschieden Hausvarianten der Keltenzeit. Alte Haustierrassen ergänzen den Eindruck.
Öffnungszeiten
April bis Oktober jeweils
November bis März jeweils
Falls Sie die Gäubodenmetropole Straubing besuchen, planen Sie für Ihre Kinder einen Besuch im Tierpark ein. Der seit 1938 bestehende familienfreundliche Zoo bietet außer exotischen Tieren ein so genanntes Danubium, in dem die ursprüngliche Fauna der Donau vorgestellt wird. Ein Streichelzoo und vor allem der großzügige Spielplatz ergänzen das Angebot und werden ihre Kinder begeistern. Auf dem Gelände des Tierparks finden sie auch ein rekonstruiertes bronzezeitliches Langhaus, das als Ausstellungsraum dient.